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Saison 2009

Saison 2009


Saisonrückblick 2009

Das Jahr begannt nicht wirklich so wie ich es mir erwünscht hatte.
Im Dezember hatte ich noch meinem Vater versprochen wenn er wieder gesund sei, werde ich Ihn mal auf die Route des Grandes Alpes mitnehmen. Ob bei mir als Sozius oder er mit seinem Grossroller,das wäre dann egal. Gedacht war es eigentlich auch als Ansporn für Ihn, den schweren Schritt der Ihn erwartete zu wagen. Aber auch für mich war es irgendwo ein Wunsch Ihm die Kurven, die Pässe und die Aussicht die ich "mein Paradies" nenne, zu zeigen.
Leider hatte das Schicksal was anderes mit Ihm vor. Nun sind meine Eltern als Schutzengel auf jeder Fahrt dabei.
So begann meine Saison und die Tourenplanung nicht wirklich erfreulich.


Die Saison begann noch mit der Vadarero 1000 doch im März wurde auf eine BMW GS 1200 Adv. gechselt. Mit der Q habe ich dann auch im 2009 wieder an der Pässechallenge teilgenommen. Die Challenge hat dann auch die Ferienplanung mit bestimmt.Im April ging es dann das erste mal auf ein Weekend. Ein wenig durch das Vorarlberg - Tirol – ein wenig Allgäu – und wieder zurück. Es wäre alles locker in einem Tag machbar gewesen aber habe dann spontan entschieden meine Frau „einfliegen“ zu lassen und noch gemütlich das Weekend im Ferienschlössl zu verbringen.

Sommerferien
Ende Juni ging es dann für 10 Tage auf die Piste. Auf Umwegen in die Toskana und via Frankreich „ Route des Grandes Alpes“ wieder zurück. Italien als Ferienland ist nun endgültig abgehakt bei uns. Unfreundlich, schmuddelig, einfach nicht mehr unser Ding. Das sah vor ca. 10 Jahren noch anders aus. In der Toskana nächtigten wir im Antico Casale. Von da aus gab es dann auch die einte oder andere schöne Ausfahrt. Zu empfehlen ist auch ein Ausflug zur Insel Monte Argentario. Offroader können ganz um die Insel fahren, für Fahrer von Strassenbikes sind 4 Km. Schotter nicht zu empfehlen. Der einfachere und schönere Weg führt von Süden her um die Insel. Der Rückweg führte uns noch ein wenig in Ligurien umher. Da wir da ein ruhiges und sauberes Hotel in der Gegend kennen, das Due Ponti, stand für uns der erste Zwischenstopp auf der Heimreise schon im vorherein fest. Am Nächsten Tag ging es dann weiter nach FrankreichÜber die Route des Grandes Alpes muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Mir persönlich gefällt es da besser als in den Dolomiten. Auch hier haben wir uns Zeit gelassen und einige Pässe die da so am Weg rum lungerten mit genommen. Die nächste Übernachtung stand dann in Guillestere im Les Barnieres an. Auch dieses Hotel kann ich empfehlen. Saubere Zimmer, gute Küche und eine ruhige Lage. Der nächste Tag war dann auch der letzte unserer Reise. Er führte uns weiter auf der Route bis nah an die Grenze zur Schweiz. Wir machten dann noch einen Abstecher ins Aostatal und cruisten von da gemütlich wieder via das Wallis zurück nach Hause.


Ende Sept. stand dann meine alljährliche Saisonausklang-Tour an. Eigentlich sollte sie sehr Offroad lastig werden aber das Wetter hat mir da einen üblen Streich gespielt. Am ersten Tag habe ich Peter kennengelernt und wir haben den Rest der Strecke gemeinsam zurückgelegt.

Da wir aber unterschiedliche Reiseziele hatten trennte sich am nächsten Morgen unser Weg. Ich fuhr über den Cenis nach Italien. Im Nachhinein stellte sich das Wettertechnisch als Fehler heraus. Die Assietta-Kammstrasse habe ich als Schlammweg zu Gesicht bekommen. Mehrere Tage regen, eine Baustelle und das schwere Gerät vor Ort haben das ganze fast unfahrbar gemacht. An einigen Stellen ist meine Q bis zu den Zylindern im Schlamm ein gesoffen. Und das ganze noch mit Gepäck. Hurra.Da das Wetter sich auf der italienischen Seite der berge nicht zu bessern schien suchte ich mir den nächsten Übergang nach Frankreich. Auf dieser Seite machte ich dann noch den einen oder anderen Offroadweg. Natürlich nicht fehlen durfte der Parpaillon le Tunnel. Übernachtet habe ich wieder im Les Barnieres. Am Nächsten Morgen fuhr ich dann los mit dem Ziel Col de Turini. Oben auf dem Turini gab es einen kleine Zwischenstopp und einen kleine Snack. Da wurde mir dann von meinem weiteren vorhaben abgeraten. Die LGkS und Stura Kammstrasse wären wegen des starken schon einige Tage anhaltenden Regens Aufgeweicht und an einigen Stellen von Erdrutschen versperrt. Also Plan B. Südfrankreich ich komme. In Nizza zeigte das Thermometer 31 Grad. So fuhr ich weiter zur Verdonschlucht. Die nächste Nacht war dann ein wenig gehobener als die vorhergehenden. Ich nächtigte im Chateau de Trigance. Da wurde mir dann auch mal wieder bewusst dass man die Speisekarte auch lesen können sollte und nicht einfach raten was es geben könnte. Weiter ging es am nächsten Morgen im Nebel einfach Nordwärts. Mal ein wenig fahren nach Kompass. Ein muss war dann noch der Mont Ventoux.Danach fuhr ich einfach mal den ganzen Tag nach Kompass Nord – Nordöstlich. Am Abend war ich dann in Albertville. Da wurde mir in der Auberge wo ich die Nacht verbrachte näher gelegt meine Q auf meinen Sitzplatz vor dem Zimmer zu stellen. Sicher sei Sicher. Der letzte Tag der Tour steht bevor. Es geht ohne grosse Umwege zurück in die Schweiz und ins Liechtenstein. Am Schluss wurden 50 grössere Pässe abgefahren und einige kleinere.

Und im Herbst dann noch rasch in die Dolos

Spontan mal rasch Freitag bis Sonntag ins AuslandMitte Okt. Hatte ich dann noch einmal das jucken in der Gashand. Freitag nach dem Feierabend wurde die Q gesattelt und mal Richtung Kärnten bewegt. Ziel war der Gailbergsattel. Denn da hatte ich schon im 2008 eine ruhige erholsame Nacht verbracht. Der Grossglockner war im dunkeln und bei Schneeregen dann nicht wirklich eine Freude. Zumal mir auch noch das Abblendlicht die Arbeit verweigerte. Am Samstag ging es dann weiter Richtung Südtirol. Immer noch den einen oder anderen Pass am Weg mit ein geschnupft. So fuhr ich im Südtirol die gängigsten Pässe ab mit dem Ziel am Samstag noch recht weit zu kommen. Um ca. 14.30 durfte ich dann noch eine schmerzhafte Biolektion lernen. Hummeln können doch stechen. Da fliegt mir so ein dunkler Bomber am Karerpass genau unter die Endurobrille und sticht mich zweimal in die Oberlippe. Das brennt mir irgendwann zu stark. Ich kann mich nicht mehr 100% auf die Strasse konzentrieren und beschliesse um 15.00 bereits ein Hotel zu suchen. Eines habe ich in der Gegend noch im Hinterkopf. Ich fahre also nachObereggen zum Hotel Obereggen und nehme mir mal ein Zimmer. Noch sieht man der Lippe nichts an. Aber das ändert sich in der Nacht schlagartig. Am nächsten Morgen auf dem Weg zum Frühstück werde ich vom Personal öfters gefragt ob ich nicht in ein Spital wolle. Ein Blick in den Spiegel verrät mir auch weshalb. Die Oberlippe reicht fast bis zur Nasenspitze. Ich will nur noch nachhause. Aber der Gampenpass, das Stelvio und der Umbrail müssen doch noch sein. Lippe hin, Stachel her.Daheim hat sich meine Frau natürlich fast gekrümmt vor lachen als der erste Schreck vorbei war. Fazit der Saison. Wieder viele Km. 21000 stehen auf dem Tacho der Q. Einige Sätze Pneus und viele schöne Eindrücke.



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